Geschichte

Die Geschichte der Engelsburg führt bis ins Mittelalter zurück. Unsere Lieblingsstory ist, dass sie bereits um 1125 unter dem Namen „Elendsburg“ als Hospital gedient haben soll – was allerdings wissenschaftlich umstritten bleibt. Belegt hingegen ist, dass die Engelsburg eine der wichtigsten Humanistenstätten Deutschlands war. Von hier gingen die berühmten „Dunkelmännerbriefe“ in die Welt hinaus. Die und andere wichtige Fakten findet ihr auf dem Zeitstrahl. Einfach durch die Jahre klicken und ein bisschen schlauer werden.

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  • 1400
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  • 1996
  • 1997
  • 2000
  • 2005
  • 2017
1383
erste urkundliche Erwähnung des Grundstücks „Engelsburg“

1400
Bau des Hauses „Zur Engelsburg“ durch Johann von Allenblumen (d.Ä.)

1501
Martin Luther (1483 – 1546)  beginnt Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Erfurt

1503
Mutianus Rufus gründet den „Mutianischen Bund“, der humanistische Denker und Gelehrte der Erfurter Universität zusammenbringt

1515
Übernahme des Hauses Engelsburg durch Georg Sturz

1515
Crotus Rubianus (um 1480- um 1545, deutscher Humanist und katholischer Theologe)  und  Ulrich von Hutten (1488 -1523, deutscher Renaissance-Humanist und bekannt als erster Reichsritter) schreiben ihre Dunkelmännerbriefe

1516
Gründung „Zweiter Mutianischer Bund“  um Crotus Rubianus, Eobanus Hessus (1488 -1540, evangelischer Humanist, einer der größten neulateinischen Dichter der Hochrenaissance) Ulrich von Hutten und Euricius Cordus (1486 – 1535, deutscher Humanist, Dichter, Arzt und Botaniker) im „Humanistenerker“ der Engelsburg

1519
durch die Studienreform von Justus Jonas wird die Vorherrschaft der Scholastik an der Universität Erfurt beendet

1521
Studentenrevolte in Erfurt, Spaltung des Humanistenkreises

1521
Humanisten um Eobanus Hessus treffen Martin Luther zur Rast auf dem Weg zum Wormser Reichstag

1537
Luther erkrankt an Nierensteinen und lässt sich von Dr. Georg Sturz in der Engelsburg behandeln

1595
Glockengießer Eckart Kuchen erwirbt das „Schwarze Ross“ – den ehemaligen „Humanistenerker“

1763
der Brüsseler Kaufmann Levinus van Wynendael erwirbt mehrere Grundstücke auf dem Gelände der Engelsburg für seine Tabakmanufaktur

1776
Ernst Gottlob Hoffmann übernimmt das Tabakgeschäft

1788
Fusion mit  Kompagnon Friedrich Triebel „Tabakfabrik Gebr. Hoffmann & Triebel“

1936
Schließung der Tabakfabrik

1937
Kauf des Grundstücks durch die Stadt Erfurt

1944 - 1945
Bombenschäden während des 2. Weltkriegs

1952
Abriss  des Hauses „Zur Engelsburg“ wegen des schlechten baulichen Zustands

1964
bauliche Sicherung und Wiederherstellung des Komplexes

1965
Vertrag über die Nutzung der Humanistenstätte zwischen dem Rat der Stadt Erfurt und der Medizinischen Akademie

1968
Freilegung des Fachwerks, Ausbau des Kellers und der Obergeschosse zu Studentenklubräume

1968
Eröffnung des Studentenclubs „Engelsburg“ durch den Prorektor für Studienangelegenheiten Günther Panzram

1990
Die Engelsburg wird e.V.

1993
Abwicklung der Medizinischen Akademie

1994
Gründung des Fördervereins „Humanistenstätte Engelsburg e. V.“

1996
Konzept eines studentischen Kultur-, Bildungs- und Servicezentrum

1997 - 2001
umfangreiche Sanierung und fast vollständige Restaurierung

2000
Eröffnung der Gaststätte „Steinhaus“

2005
Gründung des Fördervereins „Engelsburg – die ALTE(N) e. V.“

2017
Neustart als "Kulturzentrum Engelsburg"

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